Endlos beliebt
Tulpen stammen aus der Türkei und wurden erst im 16. Jahrhundert in unser Land eingeführt. Das Wort Tulpe stammt von dem lateinischen Wort Tulipa: die Blume, die einem Turban ähnelt.
Im 16. Jahrhundert kam die Tulpe in die Niederlande. Der Botaniker Carolus Clusius spielte dabei eine wichtige Rolle. Durch sein Netzwerk erreichte die Tulpe viele wohlhabende Menschen in unserem Land. Jahrhundert wurde die Tulpe so beliebt, dass sich ein regelrechter Windhandel entwickelte, bei dem viel Geld für eine einzige Tulpe gezahlt wurde. Auch nach diesem Windhandel blieb die Tulpe in den Niederlanden beliebt. Jahrhundert dehnte sich der kommerzielle Anbau von Haarlem auf die Blumenzwiebelregion aus, und im 20. Jahrhundert erreichte er auch andere Teile der Niederlande, wie die Spitze Nordhollands und Westfriesland.
Tulpen im Nordostpolder
Am 9. September 1942 fiel der Polder offiziell trocken. Danach wurde der Nordostpolder in rasantem Tempo angelegt und erschlossen. So entstand ein einzigartiges landwirtschaftliches Gebiet. Anfang der 1960er Jahre wurden im Polder die ersten Tulpen gepflanzt. Der Boden im Nordostpolder ist dafür besonders geeignet. Heute werden jedes Jahr etwa 2.000 Hektar Tulpen gepflanzt. Insgesamt werden dort fast 1 Milliarde verkaufsfähige Zwiebeln produziert. Neben Tulpen werden im Noordoostpolder auch Lilien, Gladiolen und blaue Trauben angebaut. Noordoostpolder ist flächenmäßig das drittgrößte Blumenzwiebelanbaugebiet in den Niederlanden.
Auch Tulpen im Winter
Tulpen blühen hauptsächlich im Frühjahr. Seit langem ist es jedoch möglich, blühende Tulpen auch zu anderen Jahreszeiten zu kaufen: Das ist die Arbeit von Tulpenzüchtern, den sogenannten Foragern. Sie kaufen die Tulpenzwiebeln im Sommer, um sie im Winter zum Blühen zu bringen. Im Herbst werden die Tulpenzwiebeln in einem Kühlhaus einer Temperaturbehandlung unterzogen. Die Zwiebel glaubt dann, es sei Winter. Nach dieser Kältebehandlung bringt der Züchter die Tulpen in ein warmes Gewächshaus, wo sich die Zwiebel innerhalb weniger Wochen in eine blühende Tulpe verwandelt. Die Blüten werden abgeschnitten und in Sträußen verkauft. Im Sommer beginnt der Prozess wieder von vorne.